Donnerstag, 20. Januar 2011
Warum wir Zeitarbeit brauchen
Die Gewerkschaften, die Berufseinsteiger, die Arbeiter, alle wettern gegen die Zeitarbeitsfirmen. Dabei sind sie der Garant für das "weiter so!". Weil es in Europa zunehmend weniger produktive Arbeit gibt müssen die Löhne soweit gedrückt werden, damit zwei Arbeiter für den selben Lohn beschäftigt werden können. Doch in Europa überwiegt mittlerweile die Dienstleistung.
Die Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche sind die Bürger, von denen die Parteien hoffen gewählt zu werden.
Was wäre denn, wenn man die Zeitarbeitsfirmen von heute auf morgen abschaffen würde?
Folgendes würde passieren:
Die Beschäftigten in den tausenden Zeitarbeitsfirmen müssten ,genau wie die Arbeitslosen der Unterschicht, den Antrag auf Unterstützung stellen. Nach wenigen Monaten würden diese Bürger der Mittelschicht mit den Problemen der Unterschicht konfrontiert und sie würden langsam, aber sicher ein Verständnis für die Unterschicht entwickeln und zugleich würde ihre Enttäuschung über die herrschenden Zustände wachsen.
Schließlich würden sie gemeinsam auf die Straße gehen und mit Neuwahlen einen Neuanfang einleiten.

Nur Arbeit schafft Wert und ohne Wert keine Dienstleistung. Über dieses einfache Prinzip versuchen Finanzakrobaten seit Jahrhunderten hinweg zu täuschen, aber am Ende bricht das Kartenhaus zusammen und zugleich die Herrschaft des Geldes.

Deshalb brauchen wir Zeitarbeit letztendlich allein, um das Kartenhaus etwas länger aufrecht zu erhalten.

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Die Bahn - ein Zwei-Klassengesellschaft
Während die großen "Volks"Parteien von Demokratie und Gleichheit, pardon Chancengleichheit reden, bietet die Deutsche Reichsbahn noch immer Zwei Klassen an. Auch Fluggesellschaften oder Kreuzfahrtschiffe haben mehrere Klassen im Angebot, aber diese sind privat. Die Bahn hingegen ist ein Staatsunternehmen. Sollte die Bahn an die Börse gebracht werden, so würde es nicht verwundern, wenn es auch bei den Aktien eine Zweite Klasse geben wird.
Solange die Bahn ihre Fahrgäste in zwei Klassen teilt, solange die zahlungskräftigen Fahrgäste bevorzugt werden, genau solange wird es in Europa keine Gerechtigkeit geben.

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