Warum Banken den Goldpreis manipulieren
Die Wettbewerbsgründe
Drei Wettbewerbsgründe lassen sich herausarbeiten.

Zum einen fördert ein künstlich gedrückter Goldkurs das Sinken der Zinsen: Gold steht im direkten Wettbewerb zu festverzinslichen Geldanlagen, ein fallender Goldkurs läßt Gold als Alternative unattraktiv erscheinen.

Zum zweiten wird neben Gold ganz überwiegend der US-Dollar von nichtamerikanischen Zentralbanken als Reservewährung
gehalten, weshalb ein fallender Goldkurs unmittelbar dem Dollar zugute kommt. Es fällt Amerika leichter, sein Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren, wenn ausländische Zentralbanken keine attraktive Alternative zum Dollar haben. In einer vergleichbaren Wettbewerbssituation steht der Dollar weltweit zum Gold insbesondere auch für die privaten Anleger, deren eigene Währung schwach ist. So stärkt ein schwaches Gold das Vertrauen in den Dollar.

Der dritte Grund hängt mit einem der Hauptziele der Notenbankpolitik zusammen, mit der Inflationsbekämpfung:
Eine geringe Inflation läßt sich leichter erzielen, wenn die Inflationserwartung gering ist. Ein fallender Goldkurs erweckt beim Publikum den Eindruck, daß keine Preissteigerung zu erwarten ist, weshalb es keinen Anlaß sieht, seine Ersparnisse
vor einer Inflation in Sicherheit zu bringen, also auszugeben,
was die Preise treiben würde.

Die Gründe zusammengefasst:

- Niedrige Zinsen
- Fester US-Dollar
- Geringe Inflation

http://www.smartinvestor.de/pdf/0309S16_SI.pdf

Kommentieren