BMW - Rekorde für Investoren aber Unsicherheit für Leiharbeiter
Glaubt man den Ankündigungen der Vorstände, Deutscher Großkonzerne, dann erhält man schnell den Eindruck, dass Die Deutsche Wirtschaft nur so strotzt vor Stärke und Wettberwerbsfähigkeit. Schaut man hinter die Kulissen, sieht man selbst bei angeblichen Traditionsunternhemen, wie BMW Leiharbeiter, die in eine unsichere Zukunft blicken.

Um zu erfahren, wie die nationalen Konzerne die heimischen Gewerkschaften ausspielen reicht schon ein vergleichender Blick auf die zeitlich versetzten Pressemitteilungen.

13.03.2012
Nach dem Rekordergebnis im abgelaufenen Fiskaljahr zeigte sich der Autobauer zuversichtlich, auch in 2012 eine weitere Ergebnisverbesserung erreichen zu können. "Wir streben 2012 neue Bestmarken beim Absatz und dem Konzernergebnis vor Steuern an", erklärte in diesem Zusammenhang der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer.

BMW erwartet 2012 weiteres Rekordjahr
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/BMW-erwartet-2012-weiteres-Rekordjahr-1727533

23.03.2012
Im Kern geht es darum festzustellen, ob es eine zeitliche Befristung für den Einsatz von Leiharbeitern gibt. Das Unternehmen beharrt auf Flexibilität, um konjunkturelle Schwankungen abfedern zu können.

Gerichtsstreit um Leiharbeiter bei BMW Leipzig geht weiter
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Gerichtsstreit-um-Leiharbeiter-bei-BMW-Leipzig-geht-weiter-1751790

Nur 10 Tage liegen zwischen der Verkündung von Rekordergebnis und weiter positivem Ausblick für das Jahr 2012,
sowie dem Gerichtsstreit wegen zeitlicher Befristung von Leiharbeitern. Angesichts dieser Doppelzüngigkeit
kann man sich dem Eindruck, dass der Gewinn nur durch Lohndumping bei Leiharbeitern erkauft wurde,
nur schwer entziehen.
Wer beim Kauf weiterhin auf Deutsche Wertarbeit setzt, sollte sich zweimal überlegen, ob es dies wirklich wert ist.

Die Frage, woher der wachsende Konsum im Inland kommen soll, um sinkende Exporte auszugleichen, möchte man lieber
garnicht erst stellen. Zumindest nicht von den Leiharbeitern.

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